Schallschutz
gegenüber den Nachbarn ab schirmen soll. Der Komfort einer Wohnung wird wesentlich auch durch einen guten Schallschutz charakterisiert. Genauso wichtig ist Schallschutz in den Industrie- und Verwaltungsbereichen, in denen laute und leise Tätigkeiten gleichzeitig ausgeübt werden. Seit ca. 1996 macht sich der Einfluss der europäischen Normung auch beim Schallschutz zunehmend bemerkbar. Dies hat zur Folge, dass sich die grundlegende Konzeption, nach der der zu erwartende Schallschutz in Gebäuden prognostiziert wird, grundlegend ändert. In der Zeit zwischen 1996 und 2002 sind bereits relativ umfangreiche Kenntnisse entstanden, die nicht mehr vernachlässigt werden und in kürzester Zeit zum Stand der Technik werden können.

Anforderungen der DIN 4109
In der Norm DIN 4109 sind alle
Anforderungen und Nachweise zusammengefasst.
Das Ziel der Norm ist der Schutz von Menschen in Aufenthaltsräumen:
vor Luft- und Trittschallübertragung aus benachbarten fremden Räumen,
vor Lärm aus haustechnischen
Anlagen und aus Betrieben im selben Gebäude oder in baulich damit verbundenen Gebäuden,
vor Außenlärm, wie Verkehrslärm, oder Lärm von Gewerbe- und
Industriebetrieben, die mit den Aufenthaltsräumen baulich nicht verbunden sind.
Die in der Norm DIN 4109 gestellten Anforderungen sind als Mindestanforderungen anzusehen, die immer erfüllt werden müssen. Wände aus massiven Kalksandsteinen gewährleisten auch bei Nacht den
erforderlichen Schallschutz, den der Mensch zur Erholung und Regenerierung seines Körpers benötigt.
Es können schon mit
schlanken Wänden erhöhte Schalldämm- Maße erreicht werden. Nicht dicke, sondern schwere,
massive Wände aus Kalksand stein bringen hohen Schallschutz.
Vorschläge für den Schallschutz im
eigenen Wohnbereich.
Auch innerhalb des eigenen Wohn- und Arbeitsbereiches ist der Schallschutz von Bedeutung für die Bewohner, beispielsweise bei:
Allgemeine Aspekte für Planung und Ausführung
Die bekannten KS-Mauerwerkskonstruktionen im Außenwand- und Innenwandbereich bedürfen keines
besonderen Nachweises, sie sind schallschutztechnisch überprüft und haben sich seit Jahrzehnten bewährt.
Einschalige Wände
Bei der Luftschalldämmung von einschaligen Bauteilen ist hauptsächlich die flächenbezogene Masse ent scheidend. Einschalige Bauteile haben im Allgemeinen eine um so bessere Luftschalldämmung, je schwerer sie sind.
Zweischalige Wände.
Bei zweischaligen Haustrennwänden aus schweren, biegesteifen Schalen mit durchgehender Trennfuge, z.B. bei Reihenhäusern, wird die Schallübertragung zwischen benachbarten Häusern gegenüber einschaligen Trennwänden erheblich verringert. Wände aus KS-Mauerwerk ohne Stoßfugenvermörtelung, an die Schallschutzanforderungen gestellt werden, sind beidseitig mit einem mindestens 3 mm dicken Dünnlagenputz zu versehen. Bei vergleichbaren Wanddicken gelten die gleichen Schalldämm-Maße wie für Mauerwerk mit Stoßfugenvermörtelung.




