Wärmeschutz - Energieeinsparverordnung (EnEV)
Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden
Für die Planung und Ausführung von Gebäuden und Bauteilen sind sechs wesentliche Anforderungen zu
erfüllen. Diese sind:
Standsicherheit
Nutzungssicherheit
Brandschutz
Schallschutz
Hygiene und Gesundheit
Energieeinsparung
Aus dieser Aufzählung ist ersichtlich, dass bezüglich des Wärmeschutzes von Gebäuden zwischen dem Aspekt des hygienischen Wärmeschutzes und des Energiesparenden Wärmeschutzes unterschieden wird.
Mit den Anforderungen an den
hygienischen Wärmeschutz soll erreicht werden, dass die Bildung von Schimmelpilzen auf Bauteilinnenoberflächen möglichst vermieden wird. Entgegen der vielerorts noch immer verbreiteten Meinung müssen Schimmelpilze und die von ihnen aus gehenden Sporen als stark Allergie auslösend
angesehen werden, d.h. sie stellen eine Beeinträchtigung der Hygiene in einer Wohnung und somit der Gesundheit der Bewohner dar. Der hygienische Wärmeschutz
beschreibt das Mindestmaß dessen, was bei der Konzeption Wärme übertragender Bauteile geleistet werden muss.
Bestimmung des Wärmedurchgangswiderstandes RT und des Wärmedurchgangskoeffizienten U von Bauteilen.
Mit der Einführung von DIN 4108-2 und DIN V 4108-6 ändert sich der Berechnungsmodus zur Ermittlung des Wärmedurchgangswiderstandes RT und des Wärmedurchgangskoeffizienten U von Bauteilen. Bisher waren der
Rechengang DIN 4108-5 und die
Wärmeübergangswiderstände
DIN V 4108-4 zu entnehmen. Künftig werden so wohl der
Wärmedurchgangswiderstand RT als auch der Wärmedurchgangskoeffizient U nach europäischen Normen bestimmt.
Verbesserungen des baulichen Wärmeschutzes und die Optimierung der Detailanschlüsse (Wärmebrücken) führen zu einem geringeren Jahres-Primärenergiebedarf.
Wärmedurchgangskoeffizient U.
Der Wärmedurchgangskoeffizient U
eines Bauteils beidseits an die Luft angrenzend wird aus dem Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstandes RT ermittelt.
Es gilt: U=1/RT (1)
Dabei ist zu beachten, dass die Werte von Wärmedurchlasswiderständen auf mindestens drei Dezimalstellen genau zu berechnen sind, wohingegen die Endergebnisse des
Wärmedurchgangswiderstandes und des Wärmedurchgangskoeffizienten auf zwei Dezima stellen gerundet werden.
Wärmeübertragung über das Erdreich nach DIN EN ISO 13370.
Im Gegensatz zur bisher
gebräuchlichen Sichtweise, bei der davon ausgegangen wurde, dass bei beheizten Bereichen, die an das Erdreich grenzen, die Wärme über die Trennbauteile in das Erdreich
abgeben wird, geht man künftig
gemäß der europäisch harmonisierten Norm DIN EN ISO 13370 davon aus, dass die Wärme aus diesen Zonen über das Erdreich an die Außenluft abfließt.
Luftdichtheit von Bauteilen und Anschlüssen.
Eine Beeinträchtigung der Nutzung von Räumen und Gebäuden kann sich auch aus Versäumnissen an den Stoßstellen von Elementen einer Baukonstruktion und den dadurch hervorgerufenen Undichtheiten in der Gebäudehülle
ergeben.
unkontrollierter Austausch warmer Innenluft gegen kalte Außenluft, eine so genannte konvektionsbedingte Wärmebrücke, verursacht nicht nur erhebliche und unnötige Energie verluste, sondern führt auch zu Tauwasserausfall im Bauteil und so zu einer Durchfeuchtung bis hin zur Schimmelpilzbildung auf Bauteilinnenoberflächen. Die Konzipierung der Luftdichtheit von Bauteilen und Anschlüssen stellt somit einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung eines gesunden Raumklimas und zur Einhaltung der wesentlichen Anforderungen an Bauteile dar.
Aus der Zusammenstellung der nachweisfreien Kontruktion folgt, dass einschalige und zweischalige KS-Außenwände so wie KS-Außenwände mit einem Wärmedämm-Verbundsystem, jeweils mit außen liegender Wärmedämmung, unkritisch sind und so mit keines Nachweises für Tauwasserausfall im Bauteil bedürfen. Dies gilt auch für Kelleraußenwände mit Perimeterdämmung.
Notwendigkeiten der Energieeinsparung.
Die Notwendigkeit der Energieeinsparung ist heute unumstritten. Aspekte des Umweltschutzes und der Daseins- vorsorge sind die wesentlichen Gründe. Dabei kommt dem Sektor Gebäude eine zentrale Rolle zu, da hier große Einsparpotentiale ruhen und die erforderliche Technik
erprobt vor liegt. Die Politik will diesen Bereich primär mit der
Energieeinsparverordnung (EnEV) aktivieren und er hofft sich weitere drastische Minderungen durch deren Einführung.
Es zeigt sich deutich, wie mit ver-bessertem Wärmechutz die Behag- licheit auch im Sommer wächst.
Darüber hinaus wirkt sich die Wärmespeicherfähigkeit von Kalksandstein besonders positiv aus.
Lösungen für Anschlussdetails und Berechnungsmöglichkeiten des delta-UWB-Wertes können dem Wärmebrückenkatalog Kalksandstein entnommen werden.
Weitere Einzelheiten können Sie dem Fachbuch "Kalksandstein, Planung, Konstruktion, Ausführung" entnehmen.
Das Nachweisprogramm zur
EnEV (Download unter www.kalksandstein.de) nutzt das Monatsbilanzverfahren, so dass fur Planer und Bauherren wirtschaftliche Losungen erarbeitet werden.
U-Werte1) von KS-Außenwänden.



