Verarbeitung
Verarbeitungsrichtlinien für HANSA nord - Planbauplatten und Plansteine
Die aufgeführten Verarbeitungrichtlinien sind Empfehlungen für das Baugewerbe und den Bauherren. Andere Ausführungen obligen dem jeweiligen Nutzer. Unsere Ausführungen betreffen die Mauerarbeiten mit HD-Plansteinen ab Oberkante Fundament oder Bodenplatte. Die Verarbeitungshinweise unterteilen wir in drei Schritten.1.Schritt
Herstellung einer horizontalen Feuchtigkeitsabdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit nach DIN 18195. Nach Reinigung der Bodenplatte bzw. des Fundamentes wird eine handelsübliche Flex-Schlämme nach Herstellervorschrift aufgetragen. Alternativ kann auch eine konventionelle Bitumenpappe oder eine zugelassene Mauerabsperrbahn in Mörtelbett MG III zur horizontalen Feuchtigkeitsabdichtung verwendet werden.
2.Schritt
Die erste Lage
Auf die horizontale Feuchtigkeitsabdichtung wird ein Mörtelbett MG III aufgebracht, in das die erste Steinlage waagrecht und fluchtgerecht verlegt wird. Dazu werden die Ecksteine des Gebäudes mit Nivelliergerät oder Schlauchwaage ausgerichtet und mit einer handelsüblichen Mauerschnur verbunden. Die Plansteine können nun ausgerichtet und an den Stoßfugen knirsch aneinandergefügt in das Mörtelbett verlegt werden.
3.Schritt
Die zweite Lage
Zu Beginn wird der mitgelieferte HD-Dünnbettmörtel unter Zugabe von Wasser streichfähig (d.h. die Zahnung der Plansteinkelle muß auf der Lagerfuge sichtbar sein) mit einem Handquirl angerührt. Lose Teilchen und Staub vom Mauerwerk abfegen. Nun wird der Dünnbettmörtel mit einer passenden Plansteinkelle oder Mörtelschlitten vollflächig auf die erste Steinschicht aufgetragen. Die Auftragsstärke sollte 2-3 mm nicht überschreiten. Jetzt können die HDPlansteine flucht- und waagerecht in das Mörtelbett versetzt werden. Die ausgerichteten Plansteine mit Nut und Feder werden knirsch aneinandergefügt und mit einem Gummihammer festgeklopft. Das Vermörteln der Stoßfuge ist in der Regel nicht erforderlich. Die Ausnahmen sind Brandschutzwände und Brandwände, sowie Paßstücke und -steine ohne Nut und Feder. (Hinweise des Architekten beachten)
Grundsätzlich sind die Verbandsregeln für Mauerwerk zu beachten, das heißt die Stoßfugen sollten mindestens 100 mm gegenüber der darunterliegenden Steinlage versetzt sein. (Überbindemaß = 0,4 x h)
Die Weiterverarbeitung erfolgt gemäß dem 3. Schritt.Hinweis: Die Verarbeitung des HD-Plansteinmörtels unter 5° Celsius ist nicht zulässig. Grundsätzlich ist das Mauerwerk vor Feuchtigkeit und Frost zu schützen.